Diese Freuden.
Roman Aus dem Französischen von Maria Dessauer. Originaltitel: Le Pur et l'Impur. Mit Anmerkungen. - (=Weisses Programm : Im Jahrhundert der Frau).

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Buchbeschreibung
Frankfurt am Main : Suhrkamp Verlag, 1987.
Erste Auflage dieser Ausgabe
Blaues Leinen mit Schutzumschlag. 162 (6) Seiten. 18 cm. Umschlaggestaltung: Hermann Michels.
ISBN-10: 3518032488 (3-518-03248-8)
ISBN-13: 9783518032480 (978-3-518-03248-0)
Sehr guter Zustand. Mit einer privaten Widmung auf dem Vortitel. »Colette ist das menschlichste Herz der modernen französischen Literatur.« Marcel Proust. Schmerzhafte Liebe, ungezügeltes Begehren und körperliche Ekstase: Colette verschreibt sich in dem autobiografisch geprägten Werk Diese Freuden ganz dem Leben der Pariser Bohème. In einer dunklen Opiumhöhle begegnet sie der mysteriösen Charlotte und ihrem auffallend jungen Liebhaber, sie lauscht Damien, einem alternden Don Juan, der nach und nach von all seinen zahllosen Eroberungen im Stich gelassen wurde, und trifft auf die Dichterin Renée Vivien – jung, schön, reich und dem Alkohol verfallen –, deren Gedichte von der Liebe zu Frauen erzählen. Colette sucht das Unausgesprochene und spart auch persönliche Niederlagen nicht aus. Als ihr freimütigstes und intimstes Buch hat Colette Diese Freuden bezeichnet. Nie war sie, die mit ihren Berichten vom ausschweifenden Leben in Paris die Zeitgenossen schockierte, näher bei sich selbst und den Themen ihres Schreibens: der Vielgestaltigkeit von Sexualität und dem Wesen der Liebe. Sie berichtet von Herausforderungen in weiblichen Lebensgemeinschaften und von ihren Erfahrungen als junge Frau in einem Kreis männlicher Homosexueller. Immer wieder macht sie sichtbar, wie wenig sich das Sinnliche auf das Körperliche reduzieren lässt. Scharfsinnig in ihrem Blick auf die Gesellschaft und einfühlsam in den Beschreibungen menschlicher Schicksale nahm Colette eine Sonderstellung in der französischen Literatur ein. Sie kritisierte die Ehe, schrieb offen über Sexualität und zeichnete lebensnahe Frauenfiguren, die sich den Konventionen der Zeit widersetzten. Colette gilt als eine der außergewöhnlichsten französischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. - Sidonie-Gabrielle Claudine Colette (* 28. Januar 1873 in Saint-Sauveur-en-Puisaye, Departement Yonne (Burgund); 3. August 1954 in Paris) war eine französische Schriftstellerin, Varietekünstlerin und Journalistin. Sie bekam als erste Frau in Frankreich ein Staatsbegräbnis. ... Weitere literarische Tätigkeit, zweite Heirat: Auch als Journalistin war sie nun gesucht und erhielt eine eigene Rubrik im Feuilleton des Pariser Tageblattes Le Matin. Ab 1911 lebte sie zusammen mit dessen Chefredakteur, dem ebenfalls geschiedenen Baron Henry de Jouvenel des Ursins (geb. 1876), den sie Ende 1912 heiratete. Kurz zuvor starb ihre Mutter, wobei ihr Halbbruder (aus Zorn, weil sie nicht zur Beerdigung gekommen war?) ihre rund 2.000 Briefe an sie verbrannte. 1913 verarbeitete sie nochmals ihr früheres Leben im Variete in L'Envers du music-hall (= Die Kehrseite des Varietes). Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 war auch für Colette ein tiefer Einschnitt: Jouvenel wurde zum Militär eingezogen, brauchte aber nicht an die Front, sondern bekleidete ständig höhere Posten im Umfeld der Regierung. Sie selbst betätigte sich, nachdem sie ihre 1913 geborene Tochter samt Gouvernante auf ein Landgut der Jouvenels geschickt hatte, im Überschwang der allgemeinen Kriegsbegeisterung als Krankenschwester, zunächst in Paris, dann in einem Lazarett bei Verdun. 1915 waren Überschwang und Opferbereitschaft offenbar auch bei ihr verflogen und sie bereiste das mit Frankreich gegen Deutschland und Österreich verbündete Italien als Reporterin für Le Matin, für den sie auch die nächsten Jahre schrieb. Anfang 1917 begleitete sie Jouvenel nach Rom, der dort auf einer Konferenz Frankreich vertrat. Hier wurde in ihrem Dabeisein und nach einem Drehbuch von ihr La Vagabonde verfilmt. Zurück in Paris, begann sie einen neuen Roman, Mitsou, ou comment l'esprit vient aux filles (= M., oder wie den Mädchen ein Licht aufgeht), der 1919 erschien. Im selben Jahr wurde sie Leiterin des literarischen Feuilletons des Matin. 1919/20 verfasste sie ihren bekanntesten Roman: Cheri (= Liebling), die Geschichte der letztlich unmöglichen Liebe eines jungen Mannes und einer älteren Frau. Die erste Idee zu dem Buch war ihr zwar schon 1912 gekommen, doch lag das Thema ihr jetzt besonders nahe, denn sie hatte gerade selbst mit ihrem Stiefsohn Bertrand de Jouvenel (geb. 1903) ein Verhältnis begonnen. Cheri wurde 1921 von ihr und einem Koautor zu einem Theaterstück verarbeitet, in dem sie bei der 100. Aufführung, aber auch später noch des Öfteren selbst die Rolle der weiblichen Protagonistin spielte. Inzwischen hatte ihr Mann als Politiker Karriere gemacht, und auch sie war arriviert: 1920 war sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden (1928 wurde sie sogar zum Offizier und 1936 zum Kommandeur befördert.) Ihre Ehe allerdings ging in die Brüche, denn auch Jouvenel erwies sich als untreu und verließ sie 1923. 1922 begann das Feuilleton des Matin ihren kleinen Roman Le Ble en herbe (= Unreifes Getreide[3]) abzudrucken, der um das Thema der sexuellen Initiation eines Jugendlichen durch eine ältere Frau kreist. Der Abdruck musste allerdings wegen moralischer Entrüstung vieler Leser der Zeitung abgebrochen werden. Bei der Buch-Publikation des Werkes 1923 benutzte sie erstmals das schlichte "Colette" als Autornamen. ... Aus: wikipedia-Sidonie-Gabrielle_Colette
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