"Du hattest es besser als ich".
Zwei Brüder im 20. Jahrhundert. Mit einer Widmung von Konstantin Wecker. Mit einem Nachwort des Verfassers. Mit einem Literaturverzeichnis.

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Buchbeschreibung
Bad Homburg v.d.H. : VAS Verlag, Verlag für Akademische Schriften, 2014.
Erstausgabe
Illustrierte Klappenbroschur. 352 Seiten mit vielen Abbildungen. 22,1 cm,.
ISBN-10: 388864528X (3-88864-528-X)
ISBN-13: 9783888645280 (978-3-88864-528-0)
Guter Zustand. Die beiden Brüder Gustav und Ernst Nonnenmacher, beide zu Beginn des 20. Jahrhunderts geboren, erleben den 1. Weltkrieg, die Weimarer Republik, die Hitler-Diktatur, den 2. Weltkrieg sowie das Deutschland der Nachkriegszeit auf sehr unterschiedliche Weise. Während Gustav im Waisenhaus aufwächst, eine Lehre zum Holzbildhauer macht, im 2. Weltkieg als JU52-Pilot eingesetzt und nach dem Krieg als Bildhauer tätig wird, wächst Ernst bei seiner Mutter auf, wird zum Kleinkriminellen und lebt in Notgemeinschaft mit einer Prostituierten. Konstantin Wecker schreibt über ihn: Ich habe Ernst vor 25 Jahren im Mainzer Unterhaus als Menschen kennengelernt, der als Asozialer und Wehrunwürdiger ins KZ gesteckt wurde. Die Würde sollte ihm genommen werden, aber er ist ein aufrechter Antifaschist geblieben. Das Lied vom Sturmbannführer Meier habe ich ihm gewidmet. - Frank Nonnenmacher (* 30. Juni 1944 in Monsheim) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler und emeritierter Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften und der Politischen Bildung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und Autor. ... Biographie-Projekt: Frank Nonnenmacher schrieb eine historisch-politische Doppelbiografie "DU hattest es besser als ICH - Zwei Brüder im 20. Jahrhundert" über seinen Onkel Ernst Nonnenmacher und seinen Vater Gustav Nonnenmacher. Arbeitsschwerpunkte: Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit Nonnenmachers stand von Anfang an die Entwicklung einer politikdidaktischen Konzeption, die auf einer kritischen Gesellschaftsanalyse fußt. Sie muss sich des Widerspruchs bewusst sein, der darin besteht, in der strukturell hierarchischen und regelbefolgenden Institution Schule das Ziel der demokratischen Selbstbestimmung von zur Autonomie fähigen Subjekten zu verfolgen.[7] Lehrer stehen unter dem paradoxen Imperativ des „Sei autonom!“ wie auch der unvermeidbaren Bewertungsubiquität. Sie müssen innerhalb dieser Zwänge handeln können, ohne an ihnen zu verzweifeln. Die Trias „Sehen – Beurteilen – Handeln“ von Wolfgang Hilligen[8] wird in Nonnenmachers Konzeptionsentwicklung konkretisiert, indem er das „Sehen“ als die permanente Beobachtung der gesellschaftlichen Wirklichkeit, der sozialen Kämpfe, der politischen Auseinandersetzungen, der öffentlichen Debatten und der Krisenentwicklung versteht. Beim „Beurteilen“ soll es nicht um die Entfaltung eines pluralistischen Einschätzungsspektrums gehen, sondern Urteile gewonnen werden, die sich an den Toleranz-, Antifaschismus-, Sozial- und Gerechtigkeitspostulaten der Menschenrechte und der Aufklärung (letztlich auch des keineswegs wertneutralen Grundgesetzes) orientieren. Das „Handeln“ versteht er in Abgrenzung zur „Engagementpolitik“ der Bundesregierung, die sich damit begnügt, den Abbau des Sozialstaates durch fürsorgliche Privatinitiativen abzufedern, als das gesellschaftliche und politische Engagement, das auf der Basis der erfolgten Analyse die Veränderung der kritisierten Zustände anstrebt. Als einer der wenigen Politikdidaktiker sieht Nonnenmacher den „Beutelsbacher Konsens“ kritisch, insbesondere weil mit dessen Begriff des „Übewältigungsverbotes“ politisches Handeln als „Aktionismus“ diffamiert werden kann und weil allzu häufig unter diesem Signum das Heraushalten und eine Einerseits-Andererseits-Beliebigkeit als Tugenden erscheinen. In der Lehrerbildung sieht Nonnenmacher einen Widerspruch zwischen der Adaption herrschender Routinen in der Novizenausbildung (zum Beispiel im „Praxissemester“) und einer wissenschaftlich angeleiteten Feldforschung. Man dürfe diese beiden Funktionen einer Praxisbegegnung nicht vermischen, denn jede Form habe ihre je spezifischen Ziele, die nicht gleichzeitig erreichbar seien. Über mehrere Jahre hat Frank Nonnenmacher zusammen mit anderen Frankfurter Wissenschaftlern in europäischen Ländern Unterrichtshospitationen durchgeführt, Rahmenbedingungen recherchiert und Interviews geführt, um unterschiedliche Lernkulturen der Politischen Bildung zu identifizieren. Ferner befasst er sich mit der Biographie von KZ-Häftlingen und deren stigmatisierenden Kennzeichnungen. ... Aus: wikipedia-Frank_Nonnenmacher
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