My Movie Business.
Mein Leben, meine Romane, meine Filme. Aus dem Amerikanischen von Irene Rumler. Originaltitel: My Movie Business.

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Buchbeschreibung
Zürich, Diogenes Verlag, 1999.
Deutsche Erstausgabe.
19 cm. Graues Leinen mit goldgeprägten Rückentiteln und Schutzumschlag. 185 (7) Seiten mit zahlreichen Fotos aus dem Film "Gottes Werk und Teufels Beitrag".
ISBN-10: 3257062389 (3-257-06238-9)
ISBN-13: 9783257062380 (978-3-257-06238-0)
Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Das Buch eines berühmten Schriftstellers soll verfilmt werden. Das Drehbuch fertigt der berühmte Schriftsteller höchstselbst an. Heißt dieser Mann, der seine Schwierigkeiten bei der Adaption nun in Form eines Werkstattberichtes niederlegt, allerdings John Irving und handelt es sich bei dem Film um Gottes Werk und Teufels Beitrag, dann kann sich der Leser auf ein Feuerwerk der Worte gefasst machen, das dem seiner Bücher in nichts nachsteht. Alles fing an mit Großvater Dr. Frederick C. Irving, einem berühmten Gynäkologen und großen Vorkämpfer einer liberalen Abtreibungspolitik. Nebenbei war er auch noch Verfasser dreier Lehrbücher über Geburtshilfe. Die launige Beschreibung einer Patientin in einem dieser Bücher ("Mrs. Berkeley trug zum Lauf der Welt nichts weiter bei als ihre Verstopfung") weist ihn als waschechtes Mitglied der Irving-Sippe aus. Es war nur folgerichtig, dass Irving diesen literarisch begabten Großpapa zum Vorbild für die Hauptfigur des Romans, den äthersüchtigen Geburtshelfer Dr. Larch (im Film gespielt vom grandiosen Michael Caine), heranzog. Ach, das Buch ist ein einziger Festschmaus an Anekdoten, angereichert mit zahlreichen Filmfotos. Irving, der dreizehn Jahre an dem Drehbuch bastelte, berichtet über die filmische Problematik des Vergehens von Zeit, die in seinen Romanen so immens wichtig ist, über das schmerzliche Einschrumpfen oder Eliminieren liebgewonnener Romanfiguren, wie man Michael Caines englischen Akzent bei einem Arzt aus Maine plausibel macht -- und schließlich seinen ganz persönlichen Kampf, 500 Buchseiten auf magere 136 Drehbuchseiten eindampfen zu müssen. "Kein bisschen feministisch und doch ein flammendes Werk für Frauen", schrieb Die Zeit damals. Aha, irgendwo mitten im Buch findet sich noch ein versteckter Satz -- Irvings vielleicht wertvollster Rat an alle jungen Schriftsteller, die überm Pult stirngefurcht den Seelenmeißel schwingen: "Man kann etwas, was man geschrieben hat, stets verbessern, und sollte man es verschlechtern, merkt man es!" Ein Mann, ein Satz, ein Ringer mit Erfahrung. Sicher auch ein toller Film! --Ravi Unger - John Winslow Irving (* 2. März 1942 in Exeter, New Hampshire) ist ein US-amerikanischer Romanautor. Werdegang: John Irving wurde als John Wallace Blunt, Jr. geboren. Benannt war er nach seinem Vater, einem Kampfpiloten. Seine Mutter, Helen Francis Winslow, eine Krankenschwester, ließ sich jedoch schon vor der Geburt des Sohnes scheiden. Im Alter von sechs Jahren wurde der Name geändert, nachdem sein Stiefvater, Collin F. N. Irving, ein Professor für russische Geschichte, ihn adoptiert hatte. Mit 14 Jahren begann John zu ringen und zu schreiben, hatte aber wegen seiner Legasthenie in der Schule große Schwierigkeiten. Im Alter von 19 Jahren wusste er, was er wollte: Ringen und Romane schreiben. (Zitat: „Schreiben ist wie Ringen. Man braucht Disziplin und Technik. Man muss auf eine Geschichte zugehen wie auf einen Gegner.“) Irving studierte ab 1961 an der Universität von Pittsburgh englische Literatur, dann, 1962/1963, zwei Semester in Wien, wo er die Idee zu seinem ersten Roman hatte: Er verbrachte seine Zeit im Tiergarten und in Kaffeehäusern (da es in seinem Zimmer zu kalt war), fuhr Motorrad, las Die Blechtrommel von Günter Grass und schrieb, davon inspiriert, sein erstes Buch Laßt die Bären los!, das 1968 erschien. Nach der Zeit in Wien ging Irving auf die Universität von New Hampshire, wo er 1965 mit dem Bachelor abschloss. Seinen Master of Fine Arts schloss er 1967 in Iowa ab und trat anschließend eine Dozentenstelle an einem College in Vermont an. Da er nach seinem dritten Roman der Meinung war, sein bisheriger Verlag würde ihn nur unzureichend unterstützen, brachte er sein viertes Buch Garp und wie er die Welt sah bei einem anderen Verlag heraus und schaffte damit seinen Durchbruch. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte des Schriftstellers T. S. Garp und seiner feministischen Mutter. Der Erfolg war so überwältigend, dass Irving sich fortan vollständig der Schriftstellerei widmen konnte und seine Dozententätigkeit aufgab. Die deutschsprachigen Ausgaben seiner Werke erscheinen im Diogenes Verlag, mit Ausnahme von Garp und wie er die Welt sah, das im Rowohlt Verlag erschienen ist. 1999 verfasste er das Drehbuch zu seinem Roman Gottes Werk und Teufels Beitrag selbst, nachdem er sich im Jahr zuvor von dem Film zu seinem Roman Owen Meany distanziert und eine Änderung des Titels in Simon Birch erreicht hatte. Für sein Drehbuch wurde Irving mehrfach ausgezeichnet. Als Auskopplung aus dem Roman Witwe für ein Jahr (1998) erschien im Jahre 2003 sein erstes Kinderbuch Ein Geräusch, wie wenn einer versucht, kein Geräusch zu machen mit Zeichnungen von Tatjana Hauptmann. John Irving hat aus seiner ersten Ehe zwei Söhne und ist in zweiter Ehe seit 1987 mit seiner Agentin verheiratet, mit der er einen weiteren Sohn hat. Er lebt abwechselnd in Vermont und Toronto. Themen und Motive: Die unwahrscheinlichsten, oftmals äußerst skurrilen und makaberen Begebenheiten, die gleichzeitig wiederum ins Urkomische übergehen, zeichnen John Irvings Romane aus. Der Ton ist tragikomisch. Gesellschaftliche Tabus werden gebrochen. Diese vielfachen Überzeichnungen und Verzerrungen führen zu grotesken Satiren auf die amerikanische Gesellschaft. Ein weiteres Hauptthema sind die Höhen und Tiefen zwischenmenschlicher Beziehungen, die er meistens überdeutlich und krass darstellt: „... ich habe schon immer über Menschen geschrieben, die mit irgendeinem Verlust leben müssen – ganz egal, ob sie ein Körperteil verloren haben, einen geliebten Menschen oder Kinder. Wenn es Themen gibt, die sich ständig wiederholen in fast all meinen Büchern, dann sind es die Themen Verlust und Gewalt, die bizarr und völlig unerwartet passieren. Ich sehe jeden verdammten Tag Dinge in meiner Fantasie, die schrecklicher sind als der 11. September.“ Einige Motive sind in Irvings Romanen häufig aufzufinden: Körperbetonte Sportarten (Ringen, Football); wiederkehrende Regionalbezüge, bzw. Schauplätze (Maine, New Hampshire, Staten Island, auch Europa, v.a. Wien und Amsterdam); Charakteristika von Figuren (schüchterne Männer, starke Frauenfiguren, vaterlos aufwachsende Söhne, Prostituierte), von Beziehungen (sexuelle Beziehungen zwischen älteren Frauen und jüngeren Männern, Inzest, häufig homoerotische Beziehungen) und von Milieus (Rotlichtmilieus, Internatsschulen, Hotels / Pensionen, Zirkus) sowie die Schriftstellerei, Motorräder, Religion und immer wieder Bären. Manche Kritiker werfen Irving vor, sehr autobiographisch zu schreiben und sich ständig zu wiederholen; ein Problem, mit dem er sich auch in Witwe für ein Jahr auseinandersetzt. Irvings größtes literarisches Vorbild ist Charles Dickens. Aus wikipedia-John_Irving
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