Die Wächter.
Aus dem Englischen von Johannes Piron. Originaltitel: The guardians. - (=Ravensburger Taschenbücher, 4009).

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Buchbeschreibung
Ravensburg, Otto Maier Verlag, 1995.
16. Auflage
18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. 156 (4) Seiten.
ISBN-10: 3473540099 (3-473-54009-9)
ISBN-13: 9783473540099 (978-3-473-54009-9)
Guter Zustand. Vorsatz herausgetrennt. - England, 21. Jahrhundert: Ein Junge versucht, seiner unmenschlichen Umgebung zu entfliehen, in der der einzelne nicht zählt. Er gerät in eine scheinbar harmonische Welt. Doch diese Welt wird überwacht... Eine faszinierende Zukunftsvision, die beklemmende Parallelen zur Gegenwart hat und fürs Fernsehen verfilmt wurde. - John Christopher wurde 1922 in Knowsley bei Liverpool, Grossbritannien, unter dem bürgerlichen Namen Christopher Samuel Youd geboren. (Andere Quellen sprechen von Huyton, Lancashire als Geburtsort). Christopher war bereits vor dem zweiten Weltkrieg, im Alter von zehn Jahren, ein begeisterter und bekennender SF-Fan. Seine ersten Geschichten gab er in sogenannten Fanzines heraus. Er ging in Winchester zur Schule. Am zweiten Weltkrieg nahm er von 1941 bis 1946 bei den Royal Signals teil. Kurz nach dem Krieg begann er seine Karriere als freier Schriftsteller. 1946 erhielt er den ‚Atlantic Award’ der Rockefeller Stiftung. Das Geld ermöglichte es ihm, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Bereits 1949 wurde seine Science Fiction Erzählung Christmas Tree in Astounding unter Christopher Youd, veröffentlicht. Im gleichen Jahr wurde sein Fantasy-Roman The white Swan, als Samuel Youd, veröffentlicht. Sein Hauptaugenmerk galt zuerst den Kurzgeschichten. In den Jahren nach dem Weltkrieg war er hiermit besonders arbeitsam. 1954 erschien in Buchform eine Zusammenfassung seiner frühen Kurzgeschichten unter dem Titel The Twenty-Second Century. Einige davon stehen in einem direkten Zusammenhang. er nimmt darin viele Ideen des Cyberpunk vorweg, indem er beschreibt, wie die Erde von Konzernen regiert und verwaltet wird. Christopher zeigt sehr deutlich, seinen Unmut über die Demokratie, zumindest aber sein zwiespältiges Verhältnis zu ihr. Mit seinem Helden Max Larkin stellt er aber auch gleichzeitig den Problemlöser vor, den man heutzutage als Krisenmanager oder gar als Insolvenzverwalter bezeichnet. Ob nun Max Larkin oder ein anderer Name, dieser Handlungsträger wurde typisch für Christopher und seine Werke. Er wechselte jedoch bald darauf zu den längeren Erzählungen und Romanen. 1955 erschien The year of the comet, die Erzählung um eine zukünftige Beschäftigungs-Zivilisation, (in den Staaten 1959 als Planet in Peril) mit dem er einen grösseren Erfolg verbuchen konnte. Hier setzt er die Thematik der Larkin’schen Erzählungen, freilich ohne Larkin selbst, fort. Es ist eine Welt ohne Regierungen, sondern nur noch von konkurierenden Konzernen. Ein Jahr später konnte er an den Erfolg anknüpfen und es erschien The Death of Grass (1959 als Das Tal des Lebens). Der Roman erschien als Fortsetzung in der Saturday Evening Post und wurde unter dem amerikanischen Titel (1957 in den USA veröffentlicht) No Blade of Grass, 1970, verfilmt. Dabei handelt es sich um einen Katastrophenroman, der die Virenproblematik vorweg nimmt. Die Menschheit steht vor einer Ernährungskatastrophe. Zuerst wird alles Reis, dann Getreide und Grass vernichtet und damit auch alle grasfressenden Tiere dahingerafft. Um zu überleben kämpft jeder gegen jeden und Christopher geht soweit zu beschreiben, wie die eigene Regierung die Menschen bombardiert, um sie zu dezimieren. Dabei hätte die Regierung nur die Ernährung auf Knollenfrüchte wie Kartoffeln oder Tomaten und Bohnen, umstellen müssen. Doch die Politiker, die angst um ihre Wiederwahl hatten, verzichteten auf eine entsprechend vorrausschauende Massnahme. Damit sind wir wieder beim Lieblingsthema von Christopher. Schuld hat nicht der einzelne Mensch, Schuld hat das System. Die Handlungsträger sind die beiden Ehepaare Ann und John Custance, Olivia und Roger Buckley, sowie der später dazu stossende Mister Pirrie. Die Menschen nehmen das Problem der Asiaten, die ernährungsmässig vor allem vom Reis abhängen, nicht ernst. Es ist ja so weit weg. Als mit dem restlichen Gras und Getreide das Problem auch auf Europa übergreift, macht man sich schon Gedanken. Vor allem, als eine neue Regierung Ausgangssperren verhängt und die eigenen Grossstädte bombardiert, beschliessen sie, sich in die Provinz zu verabschieden. Sie nehmen ihre Kinder und machen sich auf den Weg zu Johns Bruder David. David wohnt in blind Gill, einem kleinen Tal im Norden, dass auch den Vorteil hat, leicht zu verteidigen zu sein. Unterwegs schliesst sich der eingangs erwähnte Mister Pirrie an. Im Chaos rund herum ist jeder sich selbst der nächste. Je mehr Verwirrung herrscht, desto eher fallen moralische Bedenken und Hemmungen jeder Art fallen. Es regiert nackte Gewalt. Plünderungen, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung. Und selbst die scheinbar heile Familie, die intakte kleine Gruppe auf dem Weg nach Norden, beteiligt sich an diesen unmoralischen Tätigkeiten. Endlich erreichen sie das Tal und finden es barrikadiert vor. David hat sein Besitz mit anderen längst zu einer funktionierenden Verteidigungsstellung ausgebaut und Fremde sind nicht Willkommen. Auch nicht die eigene Familie. Die Neuankömmlinge stürmen schliesslich das Tal in deren kriegerischen Verlauf John seinen Bruder ermordet. Christopher wurde bald mit John Wyndham, James Graham Ballard und Robert Cedric Sheriff verglichen und Vertreter einer neuen Schule der Science Fiction bezeichnet. Ihre Erfolge gründen dabei auf Katastrophenromanen, deren Masche bis Anfang 60er Jahre abflaute, aber in der Mitte der 70er Jahren des letzten Jahrtausends wieder aufkamen. Die meisten seiner Romane behandeln Katastrophen in der ein oder anderen Art. In seinen Katastrophenromanen ging es nicht um einen neuen, oder gar den alten Krieg. So feinfühlig war Christopher schon, denn davon wollte erst mal niemand wieder etwas hören. So ging es bei ihm um erschreckend realistische Erdbeben, eine neue Eiszeit und der damit beschriebene Klimawechsel und anderes mehr. Gerade die Klimaverschiebung wäre heute wieder ein Thema, mit dem Christophers Roman in die entsprechende ‚Kerbe’ schlagen würde. Christopher behandelte vornehmlich Krisen der Menschen oder der ganzen Menschheit. Es ist der Zusammenbruch und der anschliessende Kampf um das Überleben. Christopher geht davon aus, dass Demokratie, Menschlichkeit und Grosszügigkeit keine für sich stehenden Werte sind. Vielmehr geht er davon aus, dass sie von einer Zivilisation getragen und von Menschen gelebt werden müssen. Sein Schriftstellerkollege James Graham Ballard sieht die Katastrophenromane aus der anderen Richtung. Für ihn sind es trostlose Innenwelten, die nach aussen getragen werden. Bei beiden ist es jedoch so, dass die Handlungsträger scheitern würden, wenn sie weiterhin den alten, überholten Werten anhängen würden. Dabei scheint Christopher eine perfide Freude darin zu finden, Grossbritannien in Schutt und Asche zu legen, es untergehen zu lassen und ähnliche Katastrophen das Land ziehen zu lassen. Ob in dem 1962 erschienenen The World in Winter eine Eiszeit ins Land zieht, oder in A Wrinkle in the skin von 1965 ein Erdbeben dafür sorgt, dass das Inselreich Kontinentalanschluss erhält oder in The Pendulum von 1968 wo Streiks und Gangsterbanden den Untergang des Landes herbeirufen. John Christopher interessierte sich dabei weniger für die Katastrophe an sich. Er zeigt auf, wie die Menschen mit ihren Katastrophen umgehen und damit fertig werden müssen. Die chaotischen Umstände eines Weltumspannenden Unglücks werden von ihm aber immer auf eine kleine Örtlichkeit und eine kleine Gruppe Überlebender herunter gebrochen. Seine Handlungsträger müssen praktisch von Null beginnen und sind daher bereit, die Demokratie links liegen zu lassen und die Führerschaft eines Einzelnen wieder anzuerekennen. Nach dem Unglück kämpft jeder gegen jeden in dessen Verlauf nur der Stärkere gewinnt und man sich ihm unterordnet. Der Mensch vergisst die Solidarität mit den anderen, er wird wieder auf die Urinstinkte reduziert und ist nur noch sich Selbst der Nächste. Er verlegte sich mit der Zeit auf Jugendbücher. Der Erfolg liess sich auch hier nicht lange bitten. 1971 wurde ihm der Preis ‚Guardian’ verliehen für das Buch The Guardian, (Die Wächter). Bei den Jugendbüchern greift er auf Themen zurück, mit denen er bereits Erfolg hatte. Mit einem Thema hatte er besonderen Erfolg. Der Bedrohung der Menschheit durch eine andere Lebensform. Seine Tripod-Trilogie fand überall auf der Welt Interesse und wurde als Fernsehserie verfilmt. In den 80er Jahren schrieb Christopher einen weiteren Band, der allerdings auf die Anfänge von Tripods zurück ging. Damit ist sein vierter Band eigentlich Band Null. Pseudonyme: John Christopher, William Godfrey, Hilary Ford, Peter Graaf, Peter Nichols, Anthony Rye, Christopher S. Youd. ... Aus: wikipedia-John_Christopher
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